an activating climate-partnership needs courage!

Dear readers,

at the German Green Party Convention in Berlin, held Friday to Sunday, I was the last speaker on the main topic of the Election-manifesto. The chapter was on „One World“ and I focused on the global climate partnership. If you are interested, read the speech (German original below, translation by Google) and comment.🙂

The Green Party Convention 2009 in Berlin

Dear Green People,

A study by McKinsey showed recently that the global climate costs in 2020 are less than what we have spend in half a year for the financial centers and less than one percent of global GDP.

But are the climate-politics – especially the Kyoto Protocol – a real all-round enrichment? No. The policy against climate change has winners and losers – yet.

The target of „2 degrees“ – at least in theory – can be achieved if the whole world cuts emissions. In the north more quickly than in the south, because there must be a sustainable development possible and not be stalled by a „climate-dictatorship.“ The latter is unlikely, but it is likely that, in spite of a Global Green New Deal, the fundamental human rights are not respected. Most likely is that the rich countries of the North – we – continue to try an alleged „win-win“ situation to generate. But there is only one from the perspective of the North:

– Our – hopefully green – companies should make wins. „Profits“.

– Our families continue to drive the car long distances to work.

– Our young people are flying for celebrations in the South. Does this work also in the future?

Trying also in the south to achieve emission reductions is correct. Here I am in agreement with McKinsey. It is also ok for the North to carry out climate protection projectsin the south. But before this happens it is necessary to fulfill certain conditions:

– The confidence of partners in the Global South must be won back. If we green get into government, we must turn to these and be open to criticism.

– Climate protection projects may not be genetic engineering, monoculture, local oppression and profits for northern companies. You need sustainability criteria.

– There must be a clear reduction in volumes for the North and the industrialized countries in the South may only invest supplementary. The dirty communities must be redesigned  – radical. An example of the North is the best advertising to activate climatepolicy in the south.

– Climate, environment, development and trade policy must be coherent and must not contradict each other.

– There must be a type of technology that is more than just lip service.

All we need, that would be a really energizing climate partnership – this is the Green Youth placed in our program.

The community solidarity as we want it, between East and West, between rich and poor, this solidarity must be expanded to the whole world and it is the courage needed to this.

– This requires an awareness in this country that we are all in one world.

– This requires faith in this country that this might be mastered without a loss of prosperity.

– This requires an understanding in this country that wind turbines and bio-banana are not enough.

All these difficult debates, we must lead in this summer. Here, we need courage – the courage to honesty.

Thank you!

German Original:

Liebe Grüne Leute,

Eine Studie von McKinsey zeigte kürzlich, dass die weltweiten Klimaschutzkosten bis 2020 weniger sind, als wir in einem halben Jahr für die Finanzplätze ausgeben und unter einem Prozent des Globalen BIP liegen.

Doch ist der Klimaschutz – allen voran das Kyoto-Protokoll – wirklich eine allseitige Bereicherung? Nein. Die Politik gegen den Klimawandel hat auch Gewinner und Verlierer – noch.

Das 2 Grad Ziel ist – zumindest in der Theorie – zu erreichen, wenn auf der ganzen Welt die Emissionen gesenkt werden. Im Norden schneller als im Süden, denn dort muss eine nachhaltige Entwicklung möglich sein und nicht abgewürgt werden durch eine „Klimadiktatur“. Letztere ist zwar eher unwahrscheinlich, wahrscheinlich ist aber, dass trotz Global Green New Deal die fundamentalen Menschenrechte nicht eingehalten werden. Wahrscheinlich ist, dass die reichen Länder des Nordens – wir – weiterhin versuchen eine angebliche „win-win Situation“ zu erzeugen. Doch die gibt es nur aus Sicht des Nordens:

–  Unsere – hoffentlich grünen – Firmen sollen Gewinne machen. „Profit“.

–  Unsere Familien fahren weiter mit dem Auto lange Wege zur Arbeit.

–  Unsere Jugendlichen fliegen zum Feiern nach Antalya oder Sydney. Geht

das auch in Zukunft?

Auch im Süden Emissionsminderungen zu erreichen ist richtig. Da bin ich mir mit McKinsey einig. Es ist auch richtig, dass der Norden im Süden Klimaschutzprojekte durchführt. Aber bevor dies geschieht bedarf es der Erfüllung einiger Bedingungen:

–    Das Vertrauen der Partner_innen im Globalen Süden muss zurück gewonnen werden. Falls wir Grüne in die Regierungsverantwortung kommen, müssen wir uns diesen zuwenden und offen für Kritik sein.

–    Klimaschutzprojekte dürfen nicht Gentechnik, Monokulturen, lokale Unterdrückung und Profite für nördliche Firmen fördern. Sie müssen Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.

–    Es muss klare Reduktionsmengen für den Norden geben und die Industrieländer dürfen im Süden nur ergänzend investieren. Die schmutzigen Gesellschaften gehören umgestaltet – radikal. Eine Vorbildfunktion des Nordens ist die Beste Werbung, den Klimaschutz im Süden zu aktivieren.

–    Klima-, Umwelt-, Entwicklungs- und Handelspolitik müssen kohärenter gestaltet werden und dürfen sich nicht konterkarieren.

–    Es muss einen Technologietransfer geben, der mehr ist als nur ein Lippenbekenntnis.

Das alles brauchen wir, das wäre eine wirklich aktivierende Klimapartnerschaft – diese hat die Grüne Jugend in unser Programm gebracht.

Die Solidaritätsgemeinschaft wie wir sie wollen, zwischen Ost und West, zwischen Arm und Reich, diese Solidaritätsgemeinschaft muss auf die ganze Welt ausgedehnt werden und es ist Mut nötig, das auszusprechen.

–    Hierzu braucht es ein Bewusstsein in diesem Land, dass wir alle in der einen Welt leben.

–    Hierzu braucht es den Glauben in diesem Land, dass wir ohne einen Wohlstandsverlust das meistern können.

–    Hierzu braucht es ein Verständnis in diesem Land, dass es mit Windrädern und Bio-Bananen nicht getan ist.

Alle diese schwierigen Debatten müssen wir in diesem Sommer führen. Hierbei brauchen wir Mut – Mut zur Ehrlichkeit.

Danke!

Über GYGeorg

Global. Young. Green. Drei Eigenschaften von Georg, der lange u.a. bei den Global Young Greens (GYG) aktiv war und mittlerweile für den Kohleausstieg in Deutschland kämpft.

Veröffentlicht am Mai 10, 2009 in Climate Policy und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. yeah, try to see if you can get more opinion from other people. Maybe you can post the same topic at http://www.genietalks.com, Its a great site with lot of advisors online to help you out

  1. Pingback: Kann der Green New Deal wirklich das Klima retten? | Grüner Nomade

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