Kohleausstiegs Update No. 8 ist da!

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K O H L E A U S S T I E G

U P D A T E   #8

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Willkommen zur 8. Ausgabe des Kohleausstieg Updates. Wir wollen über aktuelle Entwicklungen und kommende Events aus Bewegung, Gesellschaft und Politik rund um den nötigen Kohleausstieg informieren. Mit diesem Newsletter wollen wir Informationen an alle Engagierten senden und mithelfen, dass auch unterschiedliche Zusammenhänge effektiv auf unser gemeinsames Ziel hinarbeiten: Kohleausstieg und Klimaschutz!

Macht diesen Newsletter also gerne bekannt. Infos zu Abonnement bzw. Abbestellung des Newsletters findet Ihr am Ende der Mail.

Schickt uns Eure Informationen, Berichte und Ankündigungen, damit wir sie in den Newsletter aufnehmen können an kohleausstieg_NEWS@riseup.net. Wir wollen einen Service für alle Gruppen und Personen sein, die gemeinsam für den Kohleausstieg streiten.

INHALT

+ + + TERMINE + + + TERMINE + + + TERMINE + + +

 

1) Alternativer Energiegipfel – „Energiewende – Erfolg ohne Ende!?“ – 09. Februar in Berlin

2) Themenabend: Kohle national und international – Berlin blickt über den Tellerrand – 10. Februar in Berlin

3) Koordinationstreffen „Klima Aktion Mainz“ – 11. Februar in Mainz

 

4) Global Divestment Day – 13./14. Februar

 

6) Climate Mobilisation Week-End (im Hinblick auf COP21 in Paris) – 14 und 15 Februar 2015 bei Paris

 

6) Strategietreffen „Lausitzcamp 2015: Ja oder Nein?“ – 22. Februar in Berlin

7) Weitere Aufführungen des Theaters „Welt-Klimakonferenz“ (Künstlerkollektiv Rimini Protokoll) – 22. Februar in Hamburg

8) Weitere Aufführungen des Theaters „Welt-Klimakonferenz“ (UNFCCC) – Termine in Genf, Bonn, Paris

9) Aktionswochenenden im Hambacher Forst – 27.2.-1.3. und 27.3.-29.3.

 

10) Skillsharing Camp – 6. bis 12. April im Hambacher Forst

 

11) Save-the-Date: Massenaktion zivilen Ungehorsams gegen den Kohleabbau – 14.-16. August 2015 im Rheinischen Braunkohlerevier bei Köln

 

+ + + NEUES  AUS  DER  BEWEGUNG + + +

1) … für die Bewegung:  Kohle ohne Ende!? – Recherchetool zum Themenkomplex Kohle online

2) Musterbrief für Einwendungen gegen Tagebau Nochten 2 (noch bis 18. Februar einreichbar)

3) Nichtregierungsorganisationen fordern von der EU Ende der Kohlefinanzierung im Ausland

4) Fastenaktion der Evangelischen Kirche für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit


+ + + POLITIK + + + POLITIK + + + POLITIK

1) Trendwende bei der Energiewende in der BRD – Ende des „Energiewende-Paradox“

 

2) Berliner Abgeordnetenhaus gegen Welzow-Süd II: Erstmals Einberufung der gemeinsamen Landesplanungskonferenz wegen einem Tagebau

 

3) 

Vattenfall in der Lausitz: Immer neue Spekulationen – PGE dementiert Interesse an Vattenfalls Kohle

 

4) Bürgermeisterin von Welzow: Proschim soll aufgegeben werden

 

5) Bundesregierung: KfW und Hermes finanzieren weiter dreckige Kohle im Ausland

 

6) Empfehlung: Rundbriefe zu Lausitzer Braunkohle der GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus

 



+ + + DEBATTE + + + DEBATTE + + + DEBATTE + + +

1) Studie berechnet Verzicht von fossilen Brennstoffen um die globale Erderwärmung auf maximal 2 Grad zu beschränken

2) Report von TNI, CEO und the democracycenter: Corporate Conquistadors: How multinationals [Repsol, xstrata Glencore, Enel] drive and profit from climate destruction

3) Report: What now for Climate Justice? Social movement strategies for the final year of struggle over the next universal climate treaty

 

 
+ + + INTERNATIONAL + + + INTERNATIONAL + + + INTERNATIONAL + + +

1) 

Entwicklungen von Kohle-Welthandel und Kohlepreis

2) Chinas Kohleförderung sinkt erstmals


+ + + SONSTIGES + + + SONSTIGES + + + SONSTIGES + + +

1) Ein Greenwashing-Event weniger: Vattenfall verkündet das Ende des Cyclassics-Sponsorings

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+ + + TERMINE + + + TERMINE + + + TERMINE + + +

1) Alternativer Energiegipfel – „Energiewende – Erfolg ohne Ende!?“ – 09. Februar in Berlin

Am Montag, den 09. Februar 2015 von 10:30 – 17:00 Uhr lädt die Klima-Allianz Deutschland zum 5. Alternativen Energiegipfel in das VKU Forum, Invalidenstraße 91, in Berlin-Mitte (Nähe Hauptbahnhof) ein. Unter dem Titel „Energiewende – Erfolg ohne Ende!?“ werden die Errungenschaften der Energiewende in den Mittelpunkt gestellt und auf das bisher Erreichte zurück geblickt.

Wichtige Keynotes für die Diskussion geben Sharan Burrow, Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbundes (ITUC), Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin des Werkes Brot für die Welt, und Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende. Nach Inputreferaten am Vormittag, wird es am Nachmittag dann konkret. In drei Workshops wollen wir in kleinen Gruppen mit Ihnen die Erfolge und Chancen der Energiewende auf regionaler, nationaler und internationalen Ebene diskutieren. Die Veranstaltung schließt mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Europäische Energiewende – der Weg aus der Krise“ u. a. mit Stefan Körzell, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), und Prof. Dr. Claudia Kemfert, Energieexpertin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).

Mehr Informationen (Programm & Veranstaltungsflyer) unter: http://www.die-klima-allianz.de/5-alternativer-energiegipfel/

2) Themenabend: Kohle national und international – Berlin blickt über den Tellerrand – 10. Februar in Berlin

  1. Veranstaltung von Kohleausstieg Berlin.

Spannende Vorträge zum Thema Kohlemarkt.

Ort wird in Kürze bekannt gegeben: http://www.kohleausstieg-berlin.de/veranstaltungen

3) Koordinationstreffen „Klima Aktion Mainz“ – 11. Februar in Mainz

In Mainz hat sich eine neue Klima-Gruppe zusammengetan. Unser derzeitiger Fokus ist eine für den kommenden August geplante Massenaktion des zivilen Ungehorsams im rheinischen Braunkohlerevier. Dort werden wir zusammen mit anderen Gruppen, Netzwerken und Organisationen den reibungslosen Ablauf der größten CO2-Quelle Europas stören und blockieren.

Die Aktion soll ein starkes Zeichen setzen gegen die fortschreitende Verwendung des klimaschädlichsten aller Energieträger, der Braunkohle.

Die Emissionsbilanz der drei Tagebau-Löcher und der zugehörigen Kraftwerke kann nur als verheerend bezeichnet werden: jährlich 100 Mio Tonne CO2, das entspricht 12,5 % des CO2-Austoßes in Deutschland (oder soviel wir 30 Mio. Autos an CO2 ausstoßen) wird vom Energieriesen RWE im Braunkohlerevier zwischen Köln und Aachen freigesetzt.

Um unsere Unterstützung der geplanten Aktion zu koordinieren, laden wir alle am Thema interessierten und alle Menschen die sich eine Beteiligung vorstellen können ein

  1. Februar 2015, 20:00 Uhr

Ort: Infocafé Cronopios – Zanggasse 21, Mainz

4) Global Divestment Day – 13./14. Februar

Am Global Divestment Day (GDD) werden wir Institutionen in aller Welt auffordern, ihre Investitionen aus der fossilen Industrie abzuziehen. Auch individueller Bankwechsel wird am GDD eine Rolle spielen.

Während das Netzwerk bereits Pläne in Berlin, Heidelberg, Münster, Köln und in vielen anderen Städten schmiedet, wird 350.org in Europa einen speziellen Fokus auf kommunales Divestment legen. Insbesondere werden 5 Städte in den Fokus genommen: London, Stockholm, Amsterdam, Paris und Berlin.

Wie könnte eine Unterstützung des GDD aussehen?

  • Veröffentlichung eines Berichts oder anderer medienrelevanter Artikel, die die Forderung nach Divestment unterstützen
  • Teilnahme an einer Aktivität beim GDD oder Mobilisierung
  • Zusendung eines Zitats, dass in der Medienarbeit verwendet werden kann
  • Hilfe bei der Suche nach prominenten Unterstützer*innen
  • Verfassen eines Kommentars // Leserbriefs
  • Organisation einer Podiumsdiskussion oder Ähnliches zum Thema
  • Unterstützung von Gruppen, die eine GDD-Aktion organisieren, z.B. durch Trainings oder ähnliches
  • Mobilisierung Euer Netzwerke von Lokalgruppen, Mitgliedern oder Mitgliederorganisationen

Mehr Informationen unter: http://act.350.org/go/6778?t=1&akid=5884.874868.TizwHs

5) Climate Mobilisation Week-End (im Hinblick auf COP21 in Paris) – 14 und 15 Februar 2015 bei Paris

In December 2015, the 21st United Nations Climate Conference – COP21 – will be held in Paris.

We know that we cannot get governments to take the decisions needed to stop climate change and to transform our model of development unless the society is mobilized. We also know that we are able to mobilise to defend the values we hold dear. Initiatives responding to the causes of climate change and to those responsible– as well as concrete alternatives — exist already but we must share them and make them visible.

Climate Coalition 21, which brings together dozens of civil society organisations and social movements, invites you to join us on 14 and 15 February to think together and to build together the mobilization that we need to confront climate change.

We will organize a week end gathering in Paris where we will discuss COP21 mobilizations and Climate Justice issues in a larger circle (we expect 3 to 400 participants). Workshops and barcamps will be settled in order to help us kick off actual mobilization plans. Translation will be provided to English : our English speaking neighbors are therefore warmly welcomed to join us !

Let’s invent together what we want to do for the climate summit.

Saturday 14 February and Sunday 15 February 2015

Maison des Syndicats,

11 rue des Archives, 94 000 Créteil,

Metro:  Créteil Préfecture.

Contact : 1415fevrier@coalitionclimat21.org

Registration (before 3 February) : http://www.framacalc.org/81ssghxc4q

Outlook:

On the 23rd (all day) and 24th (morning) of March will take place our next international meeting in Tunis. More details will be provided as soon as possible but please know already that translation (English/ Spanish / French / Arabic) and food (on the 23rd) will be provided. In case you still need a place to stay in Tunis, the CRID has reserved two affordable hotels there, please get in touch with c.champeaux@crid.asso.fr (before Jan 20th).

6) Strategietreffen „Lausitzcamp 2015: Ja oder Nein?“ – 22. Februar in Berlin

Seit 2011 findet in der Lausitz jährlich ein Klima- und Energiecamp statt. Das letzte Lausitzcamp im Jahr 2014 wurde dabei als besonders erfolgreich erlebt. Das Camp stand in Verbindung mit der Menschenkette, die die Orte Kerkwitz und Grabice verband.

Leider konnten die Klimacamps bislang nicht den Ausstieg aus der Kohleverstromung in der Lausitz herbeiführen und nicht einmal die Genehmigung neuer Tagebaue verhindern. Es muss also weitergekämpft werden!!!

Auf einem Strategietreffen am 10.1.15 in Kerkwitz wurde der Frage nachgegangen, ob und wie ein Lausitzcamp 2015 aussehen könnte. Es stellte sich heraus, dass es zahlreiche Ideen zur Gestaltung eines solchen Camps gibt, und das eine Schwerpunktsetzung auf politische Aktion gewünscht wird. Es war jedoch _nicht_ klar, ob es genug Aktive gibt, die 2015 die Kapazitäten zur Veranstaltung des Camps haben. Deshalb wurde nun kurzfristig ein weiteres Treffen anberaumt, welches sich speziell auf die Frage des Veranstaltungsformats und damit verbunden der zur Verfügung stehenden zeitlichen Resourcen konzentrieren soll.

Bitte versucht zu dem Treffen zu kommen, denn hier wird sich voraussichtlich entscheiden, ob es in 2015 ein Klimacamp in der Lausitz geben wird!

Liebe Grüße, Die Vorbereitungsgruppe.

Sonntag, 22. Februar 2015, 11:00-18:00 Uhr

Ort: Grüne Jugend, Dirschauer Str. 13, Berlin Friedrichshain

7) Weitere Aufführungen des Theaters „Welt-Klimakonferenz“(Künstlerkollektiv Rimini Protokoll) – 22. Februar in Hamburg

Theater-Aufführung „Welt-Klimakonferenz“ vom Künstlerkollektiv Rimini Protokoll.

Sonntag, 22 Februar 2015, 20 bis 23 Uhr

Ort: Hamburger SchauSpielHaus

Mehr Informationen unter: http://www.schauspielhaus.de/de_DE/kalender/welt_klimakonferenz.12750533

Artikel bei Klimaretter.info (vom 20. Januar): http://www.klimaretter.info/protest/hintergrund/17795-einmal-klimadiplomat-sein

8) Weitere Aufführungen des Theaters „Welt-Klimakonferenz“ (UNFCCC) – Termine in Genf, Bonn, Paris

ADP 2-8: 8. bis 13. Februar 2015 in Genf

SBI 42, SBSTA 42, ADP 4: 1. bis 15. Juni 2015 in Bonn

COP 21, CMP 11:      30. November bis 11. Dezember 2015 in Paris

Mehr Informationen unter: http://unfccc.int/meetings/upcoming_sessions/items/6239.php

9) Aktionswochenenden im Hambacher Forst – 27.2.-1.3. und 27.3.-29.3.

„Der Wald wird gerodet! Daher findet bei uns jeden Tag die „Kein Baum fällt„-Kampagne statt. RWE darf 180 Tage fällen und dies gilt es zu verhindern. Daher kommt vorbei und zeigt, dass ihr mit den Rodungen nicht einverstanden seid!“ (hambacherforst.blogsport.de)

Mehr unter: http://hambacherforst.blogsport.de/termine/

10) Skillsharing Camp – 06.04-12.04.2015 im Hambacher Forst

„Die Idee von Skillsharing (Fähigkeiten weitergeben) ist nicht neu. Seit einigen Jahren findet dies auch im Hambacher Forst mit unter durch Camps statt. Dies ermöglicht den Austausch von Erfahrungen, Kenntnissen und der Vernetzung international. Das Ergebnis ist die selbstorganisierte Gestaltung des Campalltags und Hinterfragung des eigenen Handeln. Lasst uns auf die vergangenen Jahre blicken und die Zukunft im hier und jetzt weiter gestalten. Es wird ausprobiert, experimentiert und umgesetzt/praktiziert/gelebt.“ (hambacherforst.blogsport.de)

Mehr Informationen unter: http://hambacherforst.blogsport.de/infos-zum-wald/in-aktion/skillsharing-camp-06-04-12-04-2015/

11) Save-the-Date: Massenaktion zivilen Ungehorsams gegen den Kohleabbau – 14.-16. August 2015 im Rheinischen Braunkohlerevier bei Köln

Ende 2015 werden in Paris die 21. UN-Klimaverhandlungen stattfinden. Das Ergebnis – wir ahnen es jetzt schon – wird kläglich sein. Und während die globalen CO2-Emissionen aus immer mehr Kohlekraftwerken dramatisch steigen, nehmen wir Klimaschutz selbst in die Hand. In diesem Jahr vieler energiepolitischer Entscheidungen ist es an der Zeit, ernst zu machen mit dem Kohleausstieg.

In einer großen, bunten Aktion Zivilen Ungehorsams werden wir mit vielen hundert Menschen den Abbau von Braunkohle behindern und uns damit einer wesentlichen Ursache des Klimawandels entgegenstellen. Dabei setzen wir vielfältige, offen und verlässlich kommunizierte Aktionsformen ein. Was das Wendland für die Anti-Atom-Bewegung ist, wird das Rheinland für die Anti-Kohle-Bewegung.

Parallel zur Massenaktion wird es ein Klimacamp und eine Degrowth-Summer-School geben.

Ein breites Spektrum unterschiedlicher Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen ist bereits in die Vorbereitung eingebunden.

Wir brauchen auch eure Beteiligung an der Aktion, eure Mitarbeit in der gemeinsamen Vorbereitung. Herzlich eingeladen seid ihr deshalb zum nächsten Vorbereitungstreffen

am 14./15. Februar 2015 (Ort wird noch bekannt gegeben).

Notiert Euch jetzt die Termine, nehmt Euch Urlaub im August, seid dabei!

Für Nachfragen und Kontakt: massen-gegen-kohle2015@riseup.net

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1) … für die Bewegung:  Kohle ohne Ende!? – Recherchetool zum Themenkomplex Kohle online

Zahlreiche umwelt- und entwicklungspolitische Verbände, Organisationen und Aktive aus sozialen Bewegungen widmen sich in 2015 dem Themenkomplex Kohle. Die Kampagnen, Projekte und Initiativen knüpfen dabei oftmals an eine Vielzahl von Vorarbeiten an.

Hier wollen wir versuchen, einige der Anknüpfungspunkte an Materialien von Verbänden und NGOs gebündelt zur Verfügung zu stellen.

Der zum Download bereitgestellte Datensatz ermöglicht direkte Hinweise (Weblinks) auf zahlreiche Artikel, Webseiten, Gutachten, Studien und Broschüren zu verschiedenen Facetten der Kohlenutzung (primär in der BRD). Anhand von Filtern zu thematischen Aspekten (u.a. Konzerne, Finanzierung, Gesundheit, Kraftwerke, Tagebaue), Medientyp und Herausgebern können Ergebnisse nutzerorientiert generiert werden.

Hinweise auf Gutachten zu spezifischen Tagebauerweiterungen in der Lausitz sind damit beispielsweise ebenso leicht recherchierbar wie Informationen zu Vorarbeiten zum Themenkomplex „Kohle und Gesundheit“ oder „Arbeitsplätze“.

Download der Datenbank „Materialien Themenkomplex Kohle“ (Excel-Tabelle mit Filter-Option) unter: http://power-shift.de/?p=5150

2) Musterbrief für Einwendungen gegen Tagebau Nochten 2 (noch bis 18. Februar einreichbar)

Betroffene Bürger können nur noch bis zum 18. Februar Einwendungen gegen den Rahmenbetriebsplan zum Tagebau Nochten 2 einreichen. Für Menschen, die die Zerstörung von Dörfern wie Rohne und Mulkwitz ablehnen, steht ein Musterbrief zur Verfügung.

Musterbrief unter: http://www.strukturwandel-jetzt.de/de/aktuell/56-helfen/einwendungen/269-bis-18-februar-einwendungen-gegen-tagebau-nochten-2-moeglich

Blog-Eintrag bei Robin Wood (vom 2. Februar): http://www.robinwood.de/wordpress/blog/klima/2015/02/keine-neuen-tagebaue-unterschreiben-gegen-nochten-ii/

3) Nichtregierungsorganisationen fordern von der EU Ende der Kohlefinanzierung im Ausland

„Insgesamt 30 Nichtregierungsorganisationen, darunter das Klima-Allianz Mitglied Urgewald, unterzeichneten am 29. Januar 2015 einen offenen Brief an die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. Darin fordern sie die EU-Kommissarin auf, die Exportkredite der Europäischen Union für Kohleprojekte in Übersee zu beenden. Denn ernsthafter Klimaschutz ist mit der massiven Verbrennung fossiler Energieträger nicht vereinbar.“ (Die Klima-Allianz)

Das Schreiben und Hintergrundinformationen unter: http://www.die-klima-allianz.de/nichtregierungsorganisationen-fordern-von-der-eu-ende-der-kohlefinanzierung-im-ausland-3/

4) Fastenaktion der Evangelischen Kirche für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit

In diesem Jahr lädt die Evangelische Kirche von Westfalen dazu ein, Klimaschutz und Klimagerechtigkeit in den Mittelpunkt Ihrer  Fastenzeit zu stellen. Jede und jeder von uns hat die Möglichkeit, im Kleinen wie im Großen, alleine oder in Gemeinschaft das eigene Leben klimafreundlicher zu gestalten. Denn der Klimawandel gefährdet das Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen und verstärkt weltweit Ungerechtigkeiten. Fasten für den Klimaschutz, kann zum Beispiel bedeuten, dass mit weniger oder anderer Energie gelebt wird oder weniger gekauft und verbraucht wird. Für mehr Anregungen bietet die Evangelische Kirche von Westfalen eine Fasten-Broschüre an, die jede Woche unter einem anderen Thema steht.

Mehr unter:

http://tinyurl.com/mreqc2v

http://klimafasten-ekvw.tumblr.com/
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1) Trendwende bei der Energiewende in der BRD – Ende des „Energiewende-Paradox“

„Bilanz 2014: Ausstoß von Treibhausgasen nimmt ab / Erneuerbare Energien wichtigste Stromquelle / Stromverbrauch und Kohleverstromung rückläufig / Strompreise sinken leicht

Die Energiewende ist auf einem guten Wege: Im Jahr 2014 waren auf vielen zentralen Feldern positive Entwicklungen zu verzeichnen. So waren die Erneuerbaren Energien erstmals wichtigste Quelle im Strommix, sie verdrängten mit einem Anteil von 27,3 Prozent am deutschen Stromverbrauch die Braunkohle von Platz 1. Gleichzeitig sank der Stromverbrauch um 3,8 Prozent – ein Zeichen dafür, dass sich Investitionen in stromsparende Geräte und Anlagen auszahlen, denn die Wirtschaft wuchs mit etwa 1,4 Prozent 2014 vergleichsweise kräftig. Infolge der positiven Entwicklungen bei den Erneuerbaren Energien und dem Stromverbrauch ist zudem die klimaschädliche Verstromung von Steinkohle 2014 auf das zweitniedrigste Niveau seit 1990 gesunken. Das hat neben dem milden Winter 2013/14 zu einem deutlichen Rückgang der Kohlendioxid-Emissionen im Strombereich geführt. Diese liegen nun ebenfalls auf dem zweitniedrigsten Wert seit 1990. Das sind Kernergebnisse der Analyse „Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2014“.“ (Agora Energiewende)

Analyse unter: http://www.agora-energiewende.de/themen/die-energiewende/detailansicht/article/trendwende-in-der-energiewende/

Artikel bei Klimaretter.info (vom 2. Januar): http://www.klimaretter.info/umwelt/nachricht/17911-treibhausgas-ausstoss-sinkt-um-drei-prozent

2) Berliner Abgeordnetenhaus gegen Welzow-Süd II: Erstmals Einberufung der gemeinsamen Landesplanungskonferenz wegen einem Tagebau

„Am 15. Januar beschloss das Berliner Abgeordnetenhaus, die Landesplanungskonferenz der Länder Berlin und Brandenburg einzuberufen, um den Braunkohlenplan Welzow-Süd II zu „hinterfragen“. (Drucksache 17-2020) Damit schaltet sich Berlin erstmals in der fast zwanzigjährigen Geschichte der gemeinsamen Landesplanung in die Braunkohlenplanung Brandenburgs ein. Dass dieses Vorgehen zudem von Politikern aller Parteien im Abgeordnetenhaus unterstützt wird, zeigt die zunehmende Isolierung der Brandenburger Braunkohlenpolitik.

Eilig luden gestern die Vorsitzenden des Brandenburger Wirtschafts- und Infrastrukturausschusses ihre Berliner Kollegen zu einer gemeinsamen Sitzung in die Lausitz ein, die im ersten Halbjahr stattfinden soll. Das zeigt, dass die Narrenfreiheit der Potsdamer Regierenden vorbei ist. Brandenburg muss sich daran gewöhnen, dass seiner Braunkohlenplanung auf die Finger geschaut wird.

Das Vorhaben Welzow-Süd II bedroht das Berliner Trinkwasser und ist mit den Klimaschutzzielen der Hauptstadt nicht vereinbar. Braunkohlenplanung ist nach dem entsprechenden brandenburgischen Regional- und Braunkohlenplanungsgesetz ausdrücklich „Teil der Landesplanung“. 1995 vereinbarten die Länder Brandenburg und Berlin vertraglich eine gemeinsame Landesplanung.“

(Aus: Grüne Liga, Rundbrief vom 21.01.2015 – http://www.lausitzer-braunkohle.de/rundbriefe/kohlerundbrief_2015-01-21.pdf)

Artikel bei Klimaretter.info (vom 16. Januar): http://www.klimaretter.info/politik/nachricht/17988-berlin-soll-gegen-welzow-sued-ii-vorgehen

Artikel der Welt (vom 20. Januar): http://www.welt.de/regionales/berlin/article136590958/Landtagsausschuesse-wollen-mit-Berliner-Kollegen-ueber-Braunkohle-reden.html

3) Vattenfall in der Lausitz: Immer neue Spekulationen – PGE dementiert Interesse an Vattenfalls Kohle

„In der vergangenen Woche verbreitete sich etwa einen Tag lang in den Medien die Meldung, der polnische Energiekonzern Polska Grupa Energetyczna (PGE) habe Interesse am Kauf der Lausitzer Braunkohletagebaue und -kraftwerke. Das Unternehmen dementierte die Meldung jedoch kurz darauf. Doch die Spekulationen sind damit nicht beendet. So schreibt die Märkische Oderzeitung von heute, das Dementi könnte „nach Ansicht von Beobachtern“ nur ein taktisches Manöver angesichts der Streiks polnischer Bergleute gewesen sein. PGE gehört zu 58% dem polnischen Staat und plant bereits den östlich der Neiße angrenzenden Großtagebau Gubin-Brody.“

(Aus: Grüne Liga, Rundbrief vom 21.01.2015 – http://www.lausitzer-braunkohle.de/rundbriefe/kohlerundbrief_2015-01-21.pdf)

4) Bürgermeisterin von Welzow: Proschim soll aufgegeben werden

„Die Bürgermeisterin der brandenburgischen Stadt Welzow hat auf der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses angekündigt, nicht länger für den Erhalt von Proschim einzutreten. Im Juni 2011 hatten die Stadtverordneten mit knapper Mehrheit noch beschlossen, den Ortsteil von Welzow erhalten zu wollen. Das soll nun unter Führung der SPD-Fraktion revidiert werden, wie Birgit Zuchold (SPD) laut einem Bericht der Lausitzer Rundschau erklärte.“ (Klimaretter.info)

Artikel auf Klimaretter.info (vom 26. Januar): http://www.klimaretter.info/politik/nachricht/18045-proschim-soll-aufgegeben-werden

5) Bundesregierung: KfW und Hermes finanzieren weiter dreckige Kohle im Ausland

„Kohle ist der größte Klimakiller. Aus diesem Grund haben zahlreiche Staaten beschlossen, darunter die USA und Großbritannien, sich aus der öffentlichen Unterstützung von Kohlevorhaben im Ausland weitgehend zurückzuziehen. In Deutschland  kämpfen Umwelt- und Entwicklungsorganisationen dafür, dass auch die Bundesregierung die Unverträglichkeit von Klimaschutz und Kohle als Energieträger anerkennt und die Finanzierung durch die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bzw. die Übernahme von Bürgschaften über die ebenfalls bundeseigene EulerHermes GmbH für Kohleprojekte im Ausland endlich beendet.

Monatelang haben Umwelt-, Entwicklungs-, und Wirtschaftsministerium zu dieser Frage gestritten. Kurz vor Weihnachten war es dann so weit. Die Bundesregierung  hat ihre über ihre Förderpolitik für Kohlevorhaben entschieden, nachzulesen in ihrem Bericht zur internationalen Kohlefinanzierung an den Wirtschaftsausschuss des Bundestages.“ (Die Klima-Allianz)

Mehr unter: http://www.die-klima-allianz.de/bundesregierung-kfw-und-hermes-finanzieren-weiter-dreckige-kohle-im-ausland/

Bericht des BMWI an den Wirtschaftsausschuss des Bundestages: http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/B/bericht-der-bundesregierung-zur-internationalen-kohlefinanzierung-fuer-den-wirtschaftsausschuss-des-deutschen-bundestages

6) Empfehlung: Rundbriefe zu Lausitzer Braunkohle der GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus

Die GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus/ Bundeskontaktstelle Braunkohle des Netzwerks GRÜNE LIGA erstellt einen regelmäßog erscheinenden und sehr informativen Rundbrief zum Themenkomplex Lausitzer Braunkohle.

Archiv der Rundbriefe: http://www.lausitzer-braunkohle.de/aktuell.php

Abonnement des Rundbriefs: https://listen.jpberlin.de/mailman/listinfo/lausitzer-kohle

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1) Studie berechnet Verzicht von fossilen Brennstoffen um die globale Erderwärmung auf maximal 2 Grad zu beschränken

„Zum ersten Mal haben die Wissenschaftler Christophe McGlade und Paul Ekins vom University College die genaue Menge an fossilen Energieträgern berechnet, die ungenutzt bleiben müssten, um die globale Erderwärmung auf maximal 2 Grad zu beschränken. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass nur ein starker Rückgang des Verbrauchs von fossilen Brennstoffen den Klimawandel begrenzen kann.“ (Klima-Allianz)

Mehr unter: http://www.die-klima-allianz.de/studie-berechnet-verzicht-von-fossilen-brennstoffen-um-die-globale-erderwaermung-auf-maximal-2-grad-zu-beschraenken/
2) 

Report von TNI, CEO und the democracycenter: Corporate Conquistadors: How multinationals [Repsol, xstrata Glencore, Enel] drive and profit from climate destruction

„Multinational corporations are relentlessly expanding their operations into ever more vulnerable and remote regions of the planet. As they do so they both drive the climate crisis and exacerbate its impacts. They bear responsibility for a global crisis which affects us all, and they bring social and environmental destruction to the local communities where they operate. A further legacy of their oil drilling, industrial mining and mega hydroelectric projects is the erosion of those communities’ resilience just as the impacts of climate change begin to take effect. These same multinationals are also the biggest barrier to meaningful action on climate change, blocking urgently needed regulations and genuine transformational solutions. …

In the pages that follow we examine the activities of three powerful European multinationals operating in Peru and Colombia. These cases are emblematic of how corporations drive the climate crisis and use their undue power and influence to obstruct just and effective climate policies while intensifying social and environmental conflicts on the ground: [Repsol, xstrata Glencore, Enel]“ (Aus dem Report)

Research and writing: Philippa de Boissière, Joanna Cabello, Thomas McDonagh, Aldo Orellana López, Jim Shultz, Pascoe Sabido and Rachel Tansey. With contributions from: Sian Cowman.

Report zum Download unter: http://democracyctr.org/wp/wp-content/uploads/2014/12/Corporate_Conquistadors-EN-web-0912.pdf
3) Report: What now for Climate Justice? Social movement strategies for the final year of struggle over the next universal climate treaty

A report compiled from the ranks of climate justice advocates and groups, by the International Institute of Climate Action & Theory (IICAT).

Authors: Patrick Bond, Michael Dorsey, John Foran, Pascoe Sabido, Jim Shultz, Nathan Thanki, Brian Tokar, Richard Widick, Emily Williams and Leehi Yona

 

Objectives:

> to increase climate justice participation and influence both inside the UN’s 2015 treaty process and outside, at the local frontlines of resistance to planet-killing twentieth-century fossil fuel development;

> to put climate justice forces on the record, on the eve of adoption of the next universal climate change treaty, which as currently unfolding promises to institute a neoliberal path toward global climate apartheid, defaunation, and ecocide at the hands of entrenched fossil fuel interests, both private corporations and state-owned oil, gas, and energy companies.

 

Download unter: http://www.iicat.org/wp-content/uploads/2014/12/What-Now-for-Climate-Justice-Dec-5-Adv-IICAT-2014.pdf

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1) Entwicklungen von Kohle-Welthandel und Kohlepreis

„After almost half a decade of falling coal prices, some analysts say coal use has entered the stage of permanent decline while others believe it is just the bottom end of a supercycle.“ (Reuters)

Artikel & Grafik bei Reuters (vom 6. Januar): http://tinyurl.com/nxwbf3z

2) Chinas Kohleförderung sinkt erstmals

„Chinas Klimaschutzpolitik scheint schneller zu greifen als erwartet. Nach Angaben des nationalen Kohleverbandes ist die Fördermenge im vergangenen Jahr um rund zwei Prozent gesunken. Das wäre der erste Rückgang der Kohleproduktion in China seit 14 Jahren. Bislang steht noch die Bestätigung durch Chinas Statistikbehörde aus. Ob es sich bereits um eine „Kohle-Wende“ handelt, lässt sich deshalb noch nicht sagen.“ (Klimaretter.info)

Artikel auf Klimaretter.info (vom 29. Januar): http://www.klimaretter.info/energie/nachricht/18074-chinas-kohlefoerderung-sinkt-erstmals

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1) Ein Greenwashing-Event weniger: Vattenfall verkündet das Ende des Cyclassics-Sponsorings

Nachdem Vattenfall seine Vattenfall Lesetage in Hamburg genervt aufgegeben hat, will der Klimakiller sich nun auch vom Radsport verabschieden. Im Sommer 2015 finden die Vattenfall Cyclassics zum letzten Mal statt.

Artikel bei Robin Wood (16. Dezember 2014): http://www.robinwood.de/wordpress/blog/klima/2014/12/ein-greenwashing-event-weniger-vattenfall-verkuendet-das-ende-des-cyclassics-radrennens/

Meldung von Vattenfall: http://corporate.vattenfall.de/newsroom/pressemeldungen/2014/20-jahriges-jubilaum-der-vattenfall-cyclassics/

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Der Newsletter »Kohleausstieg Update« wird mit der Unterstützung von PowerShift e.V. von Philip Bedall und Georg Kössler ehrenamtlich erstellt.

Die Auswahl der aufgenommenen Beiträge und die Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung der Unterstützer wieder.

Archiv bisheriger Ausgaben des Newsletters unter: https://lists.riseup.net/www/arc/kohleausstieg_news

Über GYGeorg

Global. Young. Green. Drei Eigenschaften von Georg, der lange u.a. bei den Global Young Greens (GYG) aktiv war und mittlerweile für den Kohleausstieg in Deutschland kämpft.

Veröffentlicht am Februar 5, 2015, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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