Archiv der Kategorie: Berlin

kreative Aktion gegen Feinstaub am Rathaus Neukölln

Am heutigen Donnerstag gab es morgens um 9:00 Uhr am Rande des typischen Berufsverkehrs eine Aktion des Netzwerkes Fahrradfreundliches Neukölln. Dabei wurde auf die ständige Überschreitung von Grenzwerten in unserer Nachbarschaft, z.B. in der Silbersteinstraße, der Nansenstraße oder am Rathaus Neukölln hingewiesen. Unterstützung gab es von der CargoBike-Initiative, welche die „EU Air Quality Directive Enforcement Mission“ (EUAQDEM) symbolisch selbst umsetzten, indem sie mit Staubsaugern und Wischmob dem Feinstaub nahe rückten. Alles in allem eine aufsehenerregende, spaßige und gut besuchte Aktion. Hoffentlich hat jemand von den Betonköpfen im Rathaus es mitbekommen!

Denn Feinstaub und andere Luftschadstoffe, wie z. B. die für die sommerliche Ozonbildung verantwortlichen Stickoxide, würden vor allem Kinder und Senioren sowie Menschen mit Vorerkrankungen der Atemwege und des Herz-Kreislaufsystems gefährden. Tatsächlich schwanken Schätzungen, wie viele Todesfälle in Deutschland pro Jahr infolge hoher Feinstaubbelastungen zu beklagen sind, zwischen 25.000 (Umweltbundesamt), 47.000 (Weltgesundheitsorganisation WHO) und 70.000 (EU-Kommission). “Herun-ter gerechnet auf Berlin sterben wegen Feinstaubbelastungen im Durchschnitt drei Menschen pro Tag vorzeitig”, vermutet Carolin Kruse für die Demoveranstalter… (aus: facettenmagazin)

Einen ausführlichen Artikel hat Christian Kölling für das Neuköllner Facetten-agazin geschrieben: “Husten, wir haben ein Problem!”: Spitzenplatz-Abonnement für Neukölln beim Feinstaubalarm

 

Divestment: Grüne werden konkret!

In den Bundesländern Berlin und NRW haben die Grünen Anfang 2016 konkrete Anträge eingebracht, welche ein Divestment der öffentlichen Kassen fordern. In NRW konnte der Koalitionspartner SPD – sonst eher Schutzpatron der Kohlekonzerne – für einen Entschließungsantrag mit gewonnen werden. Allerdings bleibt diese noch relativ wage und spricht erstmal „nur“ von nachhaltigen Investments. In Berlin wurde mensch da schon konkreter und will sogar „Divestment-Hauptstadt“ werden. Schön, dass 1 1/2 Jahre nach meinem Antrag auf dem Parteitag zu diesem Thema das nun eine konkrete parlamentarische Initiative geworden ist. Ich will mich mit dafür einsetzen, dass der neue Senat nach der Wahl im September von Anfang an an die konkrete Umsetzung dieser Forderungen geht.

Entschließungsantrag der Grünen und SPD im NRW-Landtag: Mittel des Pensionsfonds nachhaltig und fair investieren

Antrag der Grünen Abgeordnetenhausfraktion in Berlin: Empfehlungen der Enquete-Kommission „Neue Energie für Berlin“ umsetzen: Berlin als Divestment-Hauptstadt – für ökologisch nachhaltige Finanzanlagen des Landes Berlin.

Ein bunter Mix an Grünen Politike*innen, angeführt vom nimmermüden Reinhard Bütikofer, haben einen Brief an den Chef der Deutschen Bank verfasst und ihn zum Divestment aufgefordert: Offener Brief an den Vorstand der Deutschen Bank: Verantwortung wahrnehmen und Kohlefinanzierung beenden

Veranstaltung am 29.1.2016: Strom- & Wärmewende zusammen denken

Öffentliche Podiumsdiskussion „Strom- & Wärmewende zusammen denken“

Julia Verlinden MdB, energiepolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion

Julia Verlinden MdB, energiepolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion

29. Januar 2016 – 18:00 Uhr – Grüne Bundesgeschäftsstelle (Platz vor dem Neuen Tor 1, Berlin-Mitte)

Der Sektoren Strom und Wärme müssen enger verzahnt werden, soll die Energiewende in Deutschland gelingen! Das wurde von der grünen Bundesdelegiertenkonferenz im November nochmals bestätigt. Doch wie genau das aussehen soll, welche konkreten regulatorischen Hemmnisse abgebaut werden müssen und welche Technologie sich am Ende durchsetzt, ist noch offen. Während der Stromsektor mit rund 1/3 Erneuerbaren Anteil die Energiewende bisher zieht und maßgeblich für das internationale Renommee Deutschlands in diesem Bereich ist, kommt die Wärmewende einfach nicht voran. Trotz Milliarden an Fördergeldern, EU-Richtlinien und Verordnungen ist der Anteil erneuerbarer Energien auf konstant niedrigem Level von 10 Prozent.

Wir wollen im Rahmen einer offenen Podiumsdebatte genauer hinschauen. Was sind große Ankündigungen und wo bewegt sich vielleicht doch schon konkret etwas? Welche Weichen muss grüne Politik im Bund und in Berlin umstellen, damit wir aufs richtige Gleis kommen? Geht es am Ende doch nur noch um die Höhe der Zumutungen für die Menschen (z.B. Mieter*innen) oder bieten neue Geschäftsmodelle wie Contracting einen Ausweg aus dem angeblichen Widerspruch zwischen Sozialem und Ökologie?

Hierzu debattiert die Grüne Bundesarbeitsgemeinschaft mit:

Dr. Thies Clausen (Agora Energiewende, Projektleiter Strommarktdesign & Erneuerbare Energien)

Sabine Drewes (Heinrich-Böll-Stiftung, Referentin für Kommunalpolitik und Stadtentwicklung)

Dr. Julia Verlinden MdB (Energiepolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion)

Moderation: Georg P. Kössler (Sprecher BAG Energie)

Berliner Kohlekraftwerke emittieren immer mehr Quecksilber!

Kohlekraftwerk Reuter-West in Berlin (picture: Alexrk2, CC BY-SA 3.0)

Kohlekraftwerk Reuter-West in Berlin (picture: Alexrk2, CC BY-SA 3.0)

Quecksilber ist giftig. Das lernen wir schon in der Schule. Über die Nahrungskette gelangt Quecksilber damit auch in den Körper des Menschen. Der größte Emittent von Quecksilber mit über 800 Tonnen im Jahr (global) ist die Kohleverbrennung. Die deutschen Quecksilberemissionen sind seit vielen Jahren konstant: Mit 10 Tonnen pro Jahr ist Deutschland zusammen mit Griechenland und Polen der traurige Spitzenreiter der Quecksilberfreisetzung in Europa. Rund 7 Tonnen (70 %) stammen in Deutschland aus Kohlekraftwerken. Das entspricht der jährlichen Freisetzung von sämtlichem Quecksilber aus 3,5 Millionen Energiesparlampen. Hier bei uns in Berlin sind die Emissionen aber sogar noch gestiegen! Lies den Rest dieses Beitrags

Berlin brauch eine Radbahn!

Radbahn unter der U1

Dieses tolle Projekt von einigen kreativen fordert einen gesicherten Fahrradweg – die „Radbahn“ – von der City-West durch den Gleisdreieck-Park, am Landwehrkanal entlang und schließlich durch Kreuzberg vorbei die Oberbaumbrücke bis nach Friedrichshain. Dabei wird auf dem Großteil der Strecke das Viadukt der U-Bahnlinie U1 genutzt. Nur an wenigen Stellen mit Hindernissen müssen aufwendigere Neubauten errichtet werden. Die Kosten wären immer noch minimal – der Nutzen für uns Radler*innen und der Imagegewinn für Berlin aber enorm!

Schaut Euch die Strecke hier an. Ich unterstütze dieses Projekt und empfehle Euch, das (z.B. bei facebook) auch zu tun.