Archiv der Kategorie: Revolution

Warum ‚Ende Gelände‘ wieder in die Grube steigt

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Bild zum radentscheid. Bär auf Bike. (mehr …)

Lausitzer Klimacamp auch 2016!

Wunderbar! Auch in diesem Jahr wird es wieder ein Lausitzer Klima- und Energiecamp geben. Doch diesmal nicht im Sommer, sondern am Pfingstwochenende und in der Woche direkt davon. Damit liegt es zeitlich direkt an der Aktion von Ende Gelände und auch noch vor dem von Vattenfall anvisierten Zeitpunkt einer Entscheidung über den (eventuellen) Verkauf der Lausitzer Kohlesparte. So sagen wir im Aufruf des Campes bereits laut und deutlich:

Neue Investoren kaufen nicht nur einen Industriezweig ohne Zukunft, sondern auch den Widerstand vor Ort!

In diesem Sinn: Auf in die Lausitz! Lies den Rest dieses Beitrags

Aufruf Ende Gelände 2016

Die erfolgreiche Aktion „Ende Gelände“ geht in die zweite Runde. 2016 soll in der Lausitz der Widerstand gegen die Braunkohleverbrennung erlebbar werden.

Menschen in Grube mit blauen Punkten

Kohlebagger stoppen – Klima schützen

Ende Gelände in der Lausitz: Klimagerechtigkeit in Aktion! 2016 geht der Abschied von der Kohle weiter: Vattenfall, Eigentümer des Lausitzer Reviers, will sein deutsches Braunkohle-Geschäft loswerden. Die einmalige Chance, Tagebaue und Kraftwerke endlich stillzulegen und zu zeigen, dass ein sozialer und ökologischer Ausstieg aus der Kohle gelingen kann. Doch Vattenfall will nur verkaufen: Ein neuer Investor soll das zentralistische, klimazerstörerische Energiesystem Jahrzehnte weiterführen. Das Geschäft wäre die größte Kohle-Investition in ganz Europa – mehr Umsiedlungen, neue Kraftwerke, Trinkwasserverschmutzung und Klimakatastrophe inklusive.

Der Aufruf komplett: Aufruf Ende Gelände 2016.

Der Kohlewiderstand darf nicht zersplittern!

Mich regt es auf, dass diejenigen, die eigentlich gemeinsam für ein Ziel kämpfen (wenn auch mit unterschiedlichen Mitteln und Wegen) sich derzeit aufeinander einschießen. Das ist weder effektiv noch macht es Spaß.

Im Letzten Sommer haben Aktivist*innen des Klimacamps im Rheinland die Parteizentrale der Grünen NRW besetzt, um gegen die zu wenig konsequente Anti-Kohle-Politik der Rot-Grünen Landesregierung zu demonstrieren. Nach der Räumung durch die Polizei sind nun einige Aktivist*innen von hohen Strafen bedroht. Die Fronten sind derzeit verhärtet.

Ich habe mit Theresa und Felix die beiden Sprecher*innen der GRÜNEN JUGEND für einen Brief an beide Seiten – mit denen wir alle in engem Kontakt stehen – gewinnen können. Heute wurde er so abgeschickt. Lies den Rest dieses Beitrags

Yasuni ITT gescheitert

Heute las ich bestürtzt, dass eines meiner Lieblingsprojekte zur Rettung der Welt gescheitert ist. Das Gebiet mit der weltweit höchsten Dichte an Biodiversität wird nun der Ölmafia zum Fraß vorgeworfen. Der Paradigmenwechsel ist nicht gelungen. Schuld daran sind viele Akteure – nicht zu letzt alle, die den Erdölhunger mit Autos und Maschinen mit befeuern. Ein Mann hat aber einen besonderen Anteil am millionenfachen Tod von Flora und Faune: der neoliberale Soldat Dirk Niebel.

Aktivist*innen übergeben vor dem Reichstag 120.000 Unterschriften, 11.11.2011; (c) Ruben Neugebauer/visual-rebellion.com

Aktivist*innen übergeben vor dem Reichstag 120.000 Unterschriften, 11.11.2011; (c) Ruben Neugebauer/visual-rebellion.com

Ecuador wollte 3,6 Mrd. Euro in einem UN-Treuhandfond sehen, damit es auf die geschätzten 8 Mrd. Euro Einnahmen aus den Ölverkäufen verzichtet. 13 Millionen kamen zusammen. Lächerlich. Dies ist klar fehlgeschlagen, obwohl gerade in Deutschland viele Organisationen (u.a. wir von der Grünen Jugend) für die Sache sehr engagiert waren. Doch Niebel hat dem Projekt, welches seine Vergängerin noch unterstützte , einen Korb gegeben und bereits zugesagt Gelder wieder gestrichen. Später gab er dann doch – doppelt verrechnete und somit falsche – Mittel. Die internationale Gemeischaft reagierte alarmiert. Die Aktivistin Sarah und ich wurden sogar zum Botschafter Ecuadors in Berlin zu einer Besprechung eingeladen. Doch der Support bröckelte und das Projekt blieb fern von den erhofften Milliardenzusagen entfernt. Niebel glaubt nicht an Umweltschutz, hasst wohl den Globalen Süden, wenn dieser nicht seine neoliberale Wirtschafts- und Privatisierungsagenda vorantreibt und hat deshalb dieses Projekt international abgeknallt.

Schon vor über zwei Jahren galt das Projekt als gescheitert, als die erste Deadline zum Sammeln von Spenden verstrich. Ecuadors Präsident Raffael Correa hatte später verkündet,  noch länger um Spenden bitten zu wollen. Damals habe ich mit der gleichen Wut im Bauch wie heute spontan zwei utopische Vorschläge gemacht. Heute – zwei Vollzeitjobs und zwei politische Ämter später – würde ich sie zwar nicht mehr genauso formulieren. Aber ich halte an der Grundidee fest:

Schritt 1 – Sofortiger Beginn von Verhandlungen über einen Fahrplan zu einer Fossil-Freien Welt (FFW), der mit Unterscheidung von Verantwortung und Möglichkeiten der Staaten diese auf das Ziel einer FFW bis 2100 ausrichtet. Der Globale Norden sollten seine Energie bereits 2050 fossil-frei bereitstellen.

Schritt 2 – Da der Emissionshandel nicht funktioniert: Go upstream! Also nicht nur die Emissionen, sondern schon die Förderung von fossilen Rohstoffen muss einen Preis bekommen. Alle Staaten die fossile fördern müssten eine Gebühr in einen UN Klimafond zahlen. Dann würden sie zweimal darüber nachdenken, ob sie die Exxons oder Wintershalls auf ihr Gebiet lassen.

My Idea (english)

Step 1 – Start negotiating a Roadmap for a Fossil Free World (FFW) which differentiates according to responsibilities and capabilities of nations. The goal should be a FFFW until 2100. The Global North should aim at removing oil from their energy production by 2050.

Step 2 – Since the Emissions-Trading-System fails to deliver: Go upstream! Not only emissions shall cost, but countries which are active in producing fossil fuels shall start paying a climate-fee into a UN Climate Change Fund. Hence, you would think twice before letting the Exxon or Wintershalls into your territory.

Global Day of Action For Climate Justice!

Link to CJA! webstie

Can Citizens Action Save the World?

The Dag Hammarskjöld Foundation in Sweden has published a new report, asking the basic question any young green activist has in his heart: can we change the world? It was written by someone who probably has some more experience with this than we folks: the boss of Greenpeace International, Kumi Naidoo. It is not only the first „Development Dialogue“ that is written by solely one person, it is – with over 200 pages! – also one of the longest ever written. You can download it here.

Cover DD54, two hands together

I advise you to have a look at this booklet. It might become a new guideline for thoughts, just like prior publications by the Foundation.

This volume offers the insights and reflections – both critical and self-critical – of a prominent civil society activist who has been engaged in local and global struggles for Lies den Rest dieses Beitrags